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Die Wareneingangskontrolle ist ein sehr wichtiger Arbeitsschritt bei allen Formen von logistischer Arbeit. Dabei werden alle umgeschlagenen Güter sorgfältig überprüft und kontrolliert. Sie sorgt für Qualitätssicherung und dokumentiert den mehrstufigen logistischen Prozess. Falls im Laufe dieses Prozesses ein Mangel auftritt, kann die Wareneingangskontrolle Missverständnissen und unklaren Haftungsansprüchen vorbeugen.

Da viele Unternehmen mit vielen verschiedenen Lieferanten zusammenarbeitet, müssen die einzelnen Lieferungen genau überprüft werden. Die Wareneingangkontrolle erschafft einen einheitlichen Kontrollmoment, um falsche Lieferungen, fehlende Teile, Beschädigungen oder sonstige Probleme noch vor Lagerung und Weitertransport zu erkennen und zu dokumentieren. Bei der Wareneingangskontrolle kann die Annahme auch verweigert werden, oder sogar Schadensersatz gefordert werden, wenn die Anforderungen an die Güter nicht erfüllt sind.

Wichtige zu Punkte der Wareneingangskontrolle sind:

Ist die Ware anstandslos angenommen, können spätere Reklamationen nicht mehr oder nur stark erschwert angezeigt werden. Die Wareneingangskontrolle ist demnach der spätmögliche Zeitpunkt, Mängel anzugeben, die Ware zu verweigern oder Missverständnisse zu beheben.

Die Beurteilung von eventuellen Mängeln erfolgt nach einem Protokoll, das später die Grundlage für Reklamationen oder der Diagnose von unvollständigen Logistikprozessen sein kann. Die Rechtliche Grundlage für eventuelle Reklamationen findet sich im deutschen Handelsgesetzbuch, genauer: § 377 Abs. 1 HGB, welches Logistikunternehmen rechtlich verpflichtet, eventuelle Mängel an der Ware zu dokumentieren und anzuzeigen.

Für eine professionelle Wareneingangskontrolle braucht es geschultes Personal. Bei großen Unternehmen und umfangreichen Lieferungen liegt viel Verantwortung bei der Wareneingangskontrolle, da bei Nachlässigkeit komplexe Produktionsketten, Sachwerte und lange Wartezeiten gefährdet werden können.

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